Drei NASA-Missionen – STEREO, SOHO und PUNCH – haben den interstellaren Kometen 3I/ATLAS erfolgreich verfolgt, als er aus der Perspektive der Erde hinter der Sonne vorbeizog. Dieses seltene Ereignis ermöglichte es Wissenschaftlern, einzigartige Daten über die Zusammensetzung und das Verhalten des Kometen zu sammeln und so unser Verständnis von Objekten zu verbessern, die von außerhalb unseres Sonnensystems stammen.
Das Unsichtbare beobachten: Herausforderungen und Techniken
Anfangs waren die Erwartungen hinsichtlich der Erkennung von 3I/ATLAS mit den Instrumenten von STEREO aufgrund der zu erwartenden Schwäche gering. Durch fortschrittliche Bildverarbeitungstechniken – insbesondere das Stapeln mehrerer Aufnahmen – gelang es den Forschern jedoch, den Kometen mit dem Heliospheric Imager-1-Teleskop sichtbar zu machen. Diese Methode kombiniert schwache Signale im Laufe der Zeit und macht so nahezu unsichtbare Objekte erkennbar.
Die Raumsonde SOHO, die am Sonne-Erde-Lagrange-Punkt 1 positioniert ist, hat zwischen dem 15. und 26. Oktober 2025 ebenfalls Bilder des Kometen aufgenommen. Der Large Angle and Spectrometric Coronagraph (LASCO) von SOHO entdeckte 3I/ATLAS aus einer Entfernung, die mehr als doppelt so groß ist wie die Entfernung der Erde von der Sonne (ungefähr 358 Millionen km). Das SOHO-Team nutzte ebenfalls Stapelung, um den Kometen in seinen Daten sichtbar zu machen.
PUNCHs unerwartete Entdeckung
Die PUNCH-Mission zur Untersuchung der Sonnenatmosphäre und des Sonnenwinds trug unerwartet zu den Beobachtungen bei. Trotz anfänglicher Zweifel an seiner Fähigkeit, den schwachen Kometen zu entdecken, nutzte das Team gestapelte Beobachtungen, um den Schweif von 3I/ATLAS zu entdecken.
Dr. Kevin Walsh vom Southwest Research Institute, der die Beobachtungen von PUNCH leitete, bemerkte: „Wir gehen wirklich an die Grenzen des Systems.“ Dies zeigt, dass selbst Instrumente, die nicht speziell für die Kometenerkennung entwickelt wurden, mit den richtigen Techniken wertvolle Daten liefern können.
Warum das wichtig ist
Die erfolgreiche Verfolgung von 3I/ATLAS durch diese drei Raumsonden ist bedeutsam, da sie eine seltene Gelegenheit bietet, ein interstellares Objekt aus der Nähe zu untersuchen. Interstellare Kometen stammen aus anderen Sternensystemen und enthalten Hinweise auf die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen außerhalb unseres eigenen. Durch die Kombination von Daten aus mehreren Missionen können Wissenschaftler ein umfassenderes Verständnis der Größe, der physikalischen Eigenschaften und der chemischen Zusammensetzung des Kometen erlangen.
Dieser kollaborative Ansatz unterstreicht die Leistungsfähigkeit der Nutzung vorhandener weltraumgestützter Ressourcen zur Untersuchung unerwarteter Phänomene und erweitert so unser Wissen über das Universum über geplante Beobachtungen hinaus.






























