Artemis 2 Rocket kehrt zur Reparatur zurück: Start auf April verschoben

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Die Artemis-2-Mission der NASA, die vier Astronauten auf einen Mondvorbeiflug schicken sollte, wurde auf Eis gelegt, nachdem Ingenieure eine Fehlfunktion des Heliumflusses entdeckt hatten. Die 322 Fuß lange Space Launch System (SLS)-Rakete wurde am 25. Februar vom Launch Complex-39B zum Vehicle Assembly Building (VAB) im Kennedy Space Center zurückgerollt, wo Techniker an der Lösung des Problems arbeiten werden.

Warum das wichtig ist: Dieser Rückschlag verdeutlicht die inhärente Komplexität von Weltraummissionen. Während die SLS-Rakete ein technologisches Wunderwerk ist, erweist sich der Test- und Reparaturprozess eines solchen Systems als langsam und sorgfältig. Das Artemis-Programm ist für das langfristige Ziel der NASA, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren, von entscheidender Bedeutung, und Verzögerungen wie diese zeigen, wie schwierig es ist, die Grenzen der Weltraumforschung zu verschieben.

Das Problem: Fehlfunktion des Heliumflusses

Das Problem wurde nach einer erfolgreichen „Wet General Probe“ – einer vollständigen Betankung und einem simulierten Startcountdown – am 20. Februar entdeckt. In der Oberstufe der Rakete, insbesondere in der Interim Cryogenic Propulsion Stage (ICPS), wurde eine Fehlfunktion des Heliumflusses festgestellt. Der Zugang zu den betroffenen Gebieten ist nur innerhalb des VAB möglich, was die NASA dazu zwingt, den Start zu verschieben.

Helium ist für die Spülung und Druckbeaufschlagung der Kraftstoffleitungen unerlässlich. Da es nicht möglich war, Helium durch das System zu leiten, wurden die Vorbereitungen praktisch gestoppt. NASA-Administrator Jared Isaacman bemerkte auf X (ehemals Twitter), dass mehrere mögliche Ursachen dafür verantwortlich sein könnten und dass der Rollback es den Ingenieuren ermöglichen werde, das genaue Problem zu lokalisieren.

Eine Geschichte von Rollbacks

Dies ist nicht das erste Mal, dass das Artemis-Programm mit solchen Hürden konfrontiert wird. Während der Startkampagne von Artemis 1 im Jahr 2022 erzwang ein anhaltendes Wasserstoffleck mehrere Fahrten zwischen dem VAB und der LC-39B, bevor die unbemannte Mission endlich starten konnte. Die NASA hofft, eine ähnliche Wiederholung bei Artemis 2 zu vermeiden, da sie bereits Korrekturmaßnahmen ergriffen hat, um eine Wiederholung zu minimieren.

Der Rollback selbst dauerte über 10 Stunden, wobei der riesige Crawler-Transporter 2 die Rakete langsam mit einer Geschwindigkeit von etwa einer Meile pro Stunde zurück zum VAB bewegte. Das Gewicht des Fahrzeugs zerdrückte die darunter liegende Felsstraße am Alabama River und hinterließ eine Sandspur.

Was kommt als nächstes?

Die NASA strebt nun einen Starttermin ab dem 1. April an, mit weiteren Möglichkeiten vom 3. bis 6. April. Ingenieure werden das Heliumflussproblem im VAB diagnostizieren und beheben. Bei Erfolg wird die SLS-Rakete vor dem Startversuch für eine weitere Generalprobe auf LC-39B zurückgebracht.

„Es wurden Korrekturmaßnahmen ergriffen, um ein erneutes Auftreten auf Artemis 2 zu minimieren“, erklärte Isaacman und deutete an, dass die NASA auf die Möglichkeit künftiger Komplikationen vorbereitet sei.

Die Artemis-2-Mission bleibt ein entscheidender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit auf dem Mond, aber diese Verzögerung unterstreicht die Unnachgiebigkeit der Raumfahrt. Kontinuierliche technische Präzision und gründliche Tests werden entscheidend sein, um die Sicherheit und den Erfolg künftiger Missionen zu gewährleisten.