Seltene Asseln werden zu lukrativen Zielen für Wilderer

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Der wachsende Sammlermarkt für exotische Pillbugs – auch als Roly-Polies oder Kellerasseln bekannt – zieht die Aufmerksamkeit illegaler Wildtierhändler auf sich. Auf einer kürzlichen Haustiermesse in White Plains, New York, wurden Exemplare der kubanischen Spiky-Assel für 350 US-Dollar pro Tasse verkauft. Diese Wirbellosen, die sich durch ihre drachenähnlichen Stacheln auszeichnen, sind bei Sammlern sehr begehrt, aber sie sind auch vom Aussterben bedroht und ihre Einfuhr ohne Sondergenehmigung ist illegal.

Der Aufstieg des Isopodensammelns

Die Beliebtheit von Asseln ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen, angetrieben durch enthusiastische Online-Communities, in denen Sammler verschiedene Arten handeln und züchten. David Vargas, Besitzer von Holy-Poly Isopods in Kalifornien, vergleicht das Hobby mit dem Sammeln von Pokémon: Das Ziel sei, „sie alle zu fangen“. Diese Nachfrage übt jedoch Druck auf seltene Arten aus, da Wilderer sie nun aus Profitgründen ins Visier nehmen.

Erhaltungsbedenken

Forscher befürchten, dass unregulierter Handel gefährdete Asselnpopulationen vernichten könnte. Besonders gefährdet ist der Kubanische Spiky, der nur in einem kleinen Naturschutzgebiet vorkommt. Die Einfachheit des Online-Handels und das Fehlen einer strengen Durchsetzung machen diese Kreaturen zu Hauptzielen für illegale Gewinnung und illegalen Verkauf.

Die Auswirkungen des Marktes

Der Wert seltener Asseln ist stark gestiegen und erregt die Aufmerksamkeit von Wilderern, die bereit sind, gesetzliche Beschränkungen zu umgehen. Dieser Trend unterstreicht das umfassendere Problem, dass gefährdete Arten für Sammlermärkte ausgebeutet werden, wo die Nachfrage die Erhaltungsbemühungen überwiegen kann.

Das unregulierte Wachstum des Asselnhandels ist ein klares Zeichen dafür, dass sich der Wildtierhandel an neue Ziele anpasst, und Naturschützer müssen schnell handeln, um diese gefährdeten Arten zu schützen, bevor sie ganz verschwinden.