Ein Paar, das sein historisches Haus in New Orleans renovierte, stieß auf einen archäologischen Schatz: einen 1.900 Jahre alten römischen Grabstein. Ursprünglich als Gartenschmuck abgetan, entpuppte sich die lateinisch geätzte Marmorplatte als authentisches Artefakt mit einer überraschenden Geschichte. Die Inschrift, die mit der Phrase Dis Manibus („zu den Geistern der Toten“) beginnt, weist darauf hin, dass der Stein Sextus Congenius Verus gehörte, einem thrakischen Soldaten, der im Alter von 42 Jahren nach 22 Dienstjahren starb.
Von Italien nach Louisiana: Eine Kriegsreise
Die Reise des Tablets ist ebenso bemerkenswert wie seine Entdeckung. Es war ursprünglich Teil der Sammlung im Nationalen Archäologischen Museum von Civitavecchia, Italien, einer Hafenstadt, wo die Markierung einst auf einem kleinen Friedhof stand. Das Museum wurde während der Bombenangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, was zur Vertreibung und dem Verlust zahlreicher Artefakte führte. Der Stein galt nach dem Krieg als verschollen, seine Maße stimmten mit der Tafel überein, die im Garten von New Orleans gefunden wurde.
Das Geheimnis wird noch größer, als bekannt wird, dass der Stein im Besitz von Charles Paddock Jr., einem amerikanischen Soldaten, der während des Zweiten Weltkriegs in Italien stationiert war, wieder aufgetaucht ist. Seine Familie schenkte das Artefakt später, ohne sich seiner wahren Natur bewusst zu sein, einem späteren Hausbesitzer, der es in ihrem Garten aufstellte. Jahrzehntelang blieb es verborgen und wurde fälschlicherweise für ein dekoratives Stück gehalten.
Die umfassendere Bedeutung
Der Fall verdeutlicht die weit verbreitete Zerstörung des kulturellen Erbes während des Krieges. Während des Zweiten Weltkriegs gingen in ganz Europa Tausende von Artefakten verloren oder wurden gestohlen, von denen viele bis heute vermisst werden. Das Überleben des Grabsteins von Sextus Congenius Verus ist ein seltenes Beispiel für ein Artefakt, das nach Jahrzehnten der Dunkelheit wieder auftaucht.
Das Art Crime Team des FBI koordiniert derzeit die Rückführung des Steins an seinen ursprünglichen Standort in Italien. Die Entdeckung unterstreicht, dass selbst scheinbar gewöhnliche Objekte außergewöhnliche Geschichten in sich bergen und die Gegenwart mit der fernen Vergangenheit verbinden können.
Dieses Relikt ist eine ergreifende Erinnerung an das bleibende Erbe des Römischen Reiches und die turbulente Geschichte, die seine Überreste über die ganze Welt verstreut hat.




















