Art Pepper: Die Seele des West Coast Jazz und sein Kampf ums Überleben

0
9

Die meisten Menschen halten Westcoast-Jazz für steril. Sie stellen sich beige Strickjacken und coole, distanzierte Vibes vor. Aber Art Pepper hat das Gegenteil bewiesen. Er wurde 1925 in Gardena, Kalifornien, geboren und verlieh dem Altsaxophon eine brennende Intensität, die das Klischee vom „Cool Jazz“ zerstörte. Er war eine wichtige Figur der 1950er-Jahre-Szene. Sein Klang hatte eine seltene, schöne Klarheit. Selbst kleine Notenwerte wurden präzise wiedergegeben. Seine Improvisationen waren emotional aufgeladen. Er spielte nicht nur Noten. Er hat für Spannung gesorgt.

Von der Armee zu Stan Kenton

Pepper begann nicht als Legende. Er begann in lokalen Bands. Als Teenager spielte er in Los Angeles mit Größen wie Lee Young und Benny Carter. Die Einflüsse der Swing-Ära sind ihm geblieben. Dann kam die Stan Kenton-Band. Als Teenager kam er kurzzeitig dazu. Er verließ die US-Armee, um von 1944 bis 1946 zu dienen. Nach seiner Rückkehr schloss er sich 1947 erneut Kenton an. Er blieb bis 1952.

Dieser Abgang markierte einen Wendepunkt. Er begann, seine eigenen Aufnahmegruppen zu leiten. Die späten 1950er Jahre waren ein goldenes Fenster. Zwischen 1956 und 1960 machte er zahlreiche Aufnahmen. Es war ein produktiver Ausbruch. Dann kam das Leben dazwischen. Hart.

Der lange Weg zurück

Drogenabhängigkeit und Gefängnisstrafen brachten seine Karriere in den 1950er Jahren zum Scheitern. Er war in dieser Zeit nicht allein, aber sein Kampf war öffentlich und brutal. Die meiste Zeit von 1961 bis 1967 verbrachte er hinter Gittern. Nach der Entlassung traten körperliche Beschwerden auf. Er kam zur Rehabilitation nach Synanon. Das dauerte drei Jahre.

Die Auftritte wurden sporadisch. Sie fragen sich vielleicht, wie er sich überhaupt erholt hat. Doch Ende der 1970er Jahre war er wieder unterwegs. Er nahm wieder häufige Aufnahmen und Tourneen auf. Sein Sound blieb bis zu seinem Tod in Los Angeles am 15. Juni 1982 herausragend.

Ein einzigartiger Klang

Was zeichnete ihn aus? Es war nicht nur Technik. Es war ein Gefühl. Während andere weiße Westküstenmusiker eine kühle Distanz an den Tag legten, war Peppers Improvisation in allen Tempi äußerst emotional. Er war ein sensibler Dolmetscher. Hören Sie sich seine Aufnahme von Hoagy Carmichaels „Winter Moon“ aus dem Jahr 1956 an. Da hört man es.

Er spielte Altsaxophon mit einem brillanten, reinen Ton. Gelegentlich spielte er auch Klarinette und Tenorsaxophon. Seine Soli verwendeten gebrochene Phrasen. Asymmetrische Akzente. Er formte Melodielinien mit seltener, fesselnder Spannung. Er wurde von Giganten der Bop-Ära wie Charlie Parker und Lee Konitz beeinflusst.

Wesentliche Aufnahmen

Wenn Sie hören möchten, wie er auf seinem Höhepunkt klang, beginnen Sie mit bestimmten Alben. Sein Titel „Besame Mucho“ aus dem Jahr 1956 ist herausragend. Schauen Sie sich Art Pepper Meets the Rhythm Section aus dem Jahr 1957 an. The Way It Was (1960) und Smack Up (1960) sind ebenfalls unverzichtbar. Diese Alben fangen die rohe Kraft seiner Altmusik ein.

In den 1970er Jahren entwickelte sich sein Stil weiter. Beeinflusst von John Coltrane integrierte er modales Material. Er verwendete zyklische Formen. Er experimentierte mit dissonanten Klangflächenelementen. Sein Solospiel passte sich an. Es blieb hervorragend.

Das heterosexuelle Leben

Peppers Geschichte endete nicht mit der Musik. Es wurde ein