Sie beobachteten das Ganze aus dreihundert Meilen Höhe.
- Juli. Die Vereinigten Staaten haben einen großen Meilenstein erreicht. 250 Jahre alt. Die Internationale Raumstation flog in dieser Nacht direkt über Los Angeles und nahm bei den Feierlichkeiten in der ersten Reihe Platz. Die NASA bestätigte die Ansicht auf ihrem ISS-X-Konto und nannte es einen Lichtausbruch, der buchstäblich den Weltraum erreichte.
Es war hell.
„Eine Feier, die so strahlend war, dass sie bis nach oben reichte“
Ein kurzes 15-Sekunden-Video sorgte für den größten Teil des Gesprächs. Der aus dem Orbitallabor aufgenommene Clip zeigte Hunderte von Feuerwerkskörpern, die gleichzeitig über das Gebiet von Los Angeles zuckten. Es sah aus wie blinkende Kameras auf der Tribüne bei einem Stadionspiel oder Konzert, aber in einem gewaltigen Ausmaß. Das ganze Becken leuchtete in schneller Folge auf.
Sieben Menschen waren dort oben, um es zu sehen. Sie sind die aktuelle Besatzung, Expedition 74.
Drei sind Amerikaner: die NASA-Astronauten Jack Hathaway, Jessica Meiir und Chris Williams. Alle dienen als Flugingenieure. Dann haben Sie Sophie Adenot von der Europäischen Weltraumorganisation. Und die Kosmonauten – Andrey Fedyaev, Sergei Mikaev und Sergey Kud-Sverchkov. Kud-Sverchkow leitet die Expedition. Die anderen beiden sind Ingenieure.
Sie saßen nicht nur da und sahen zu, wie Amerika sich selbst feierte.
Auch die NASA hatte ihre eigenen Partypläne zum 250-jährigen Jubiläum. Nehmen Sie die Artemis-II-Rakete, die im April Astronauten um den Mond flog. Ingenieure haben große „America 250“-Logos direkt auf das Trägerraketensystem des Space Launch Systems gemalt. Die Besatzung trug passende Erinnerungsaufnäher. Es ist ein nationaler Geburtstag. Sie werden es überall brandmarken.
Das Feuerwerk verblasste. Die Station kreist weiter. Die Mission geht weiter.
Verändert die Perspektive etwas? Vielleicht. Wenn man auf die Blitze hinunterblickt, fällt es schwer, nicht zu bemerken, wie klein das Ganze ist.
