Laut einer neuen Studie küssen sich Menschenaffen, um den sozialen Frieden aufrechtzuerhalten

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Menschen klammern sich oft aneinander, wenn es hart auf hart kommt. Menschenaffen tun dasselbe. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass körperliche Zuneigung – Umarmungen, Küsse, sanfte Berührungen – ein uralter Mechanismus zum Aufbau von Vertrauen ist. Es ist nicht nur sanftes Verhalten. Es ist Strategie.

Wissenschaftler der Durham University beobachteten Schimpansen und Bonobos in der Demokratischen Republik Kongo und in Sambia. Das Ziel? Um zu verstehen, warum diese Primaten körperlichen Kontakt nutzen, um sich gegenseitig zu beruhigen. Sie haben sich gezielt mit den Momenten befasst, die zu Konflikten führen. Normalerweise über Essen.

Die Ergebnisse stellten ein weit verbreitetes Klischee in Frage. Die Menschen halten Schimpansen für rein aggressiv. Das ist falsch. Die Studie ergab, dass Schimpansen vor stressigen Ereignissen engen, intimen Kontakt pflegen. Sie stecken sich gegenseitig die Finger in den Mund. Sie umarmen sich. Sie beugen sich vor.

„Es ist eher ein ‚Wir‘ als ein ‚Ich‘“, erklärte Prof. Zanna Clay. Sie nennt das Verhalten einen „Sammelruf“. Stellen Sie sich eine Fußballmannschaft vor, die sich vor einem Meisterschaftsspiel zusammendrängt. Der Stress ist hoch. Die Einsätze sind real. Aber die Gruppe steht zusammen.

Um dies in Aktion zu sehen, haben Forscher ein bestimmtes Szenario erstellt. Sie ahmten die natürliche Nahrungsaufnahme in der Wildnis nach. Sie verwendeten Erdnüsse. Es ist ein einfacher Leckerbissen. Aber in einer gefangenen Umgebung kann Essen Spannungen auslösen. Die Affen wussten, dass die Erdnüsse kommen würden. Sie haben sich darauf vorbereitet. Und sie haben sich an ihre Kollegen gewandt.

Wie bewahren Menschenaffen den Frieden?

Sie fragen sich vielleicht: Warum ist das wichtig? Weil es unsere Sicht auf die sozialen Strukturen von Primaten verändert. Wir projizieren oft menschliche Politik auf Tiere. Aber das deutet auf etwas Tieferes hin. Etwas Älteres. Der Drang zu berühren. Zum Verbinden. Zur Beruhigung des Nervensystems vor einer Konfrontation.

Die Studie konzentrierte sich auf zwei Arten von Menschenaffen. Schimpansen. Bonobos. Beide sind unsere nächsten Verwandten. Beide leben in komplexen Gesellschaften. Die Forscher beobachteten, wie sie in zwei verschiedenen Schutzgebieten interagierten. Dieser Aufbau ermöglichte eine naturalistische Beobachtung. Es vermied die künstlichen Zwänge eines Labors.

Das Verhalten war konsistent. Vor einem möglicherweise konfliktreichen Ereignis. Bevor das Essen kam. Die Affen kamen zusammen. Sie beruhigten sich gegenseitig. Sie berührten sich. Sie umarmten sich. Es war eine gemeinsame Anstrengung, mit Stress umzugehen. Kein Einzelfall.

Die Wissenschaft hinter der Zuneigung von Primaten

Was diesen Befund überraschend macht, ist die Art des Kontakts. Es war nicht nur ein Streicheln