Kate Smith war nicht nur eine Sängerin. Sie war eine Institution. Sie wurde am 1. Mai 1909 in Greenville, Virginia, geboren und wuchs als Kind mit Auftritten vor Publikum auf. Mit 17 Jahren war der Weg klar. Sie wollte nicht nur singen. Sie würde daraus eine Karriere machen.
Es war das Jahr 1926. Mit dem Traum, berühmt zu werden, reiste sie nach New York City. Sie bekam eine Rolle im Broadway-Musical „Honeymoon Lane“. Es schien der Anfang von allem zu sein. Es war der Beginn einer Falle.
Smith wollte singen. Die Produzenten wollten einen Gag. Sie besetzten sie mit komischen „Fat Girl“-Rollen. Sie hasste sie. Jeder einzelne.
Sie wurde hauptsächlich wegen komischer „Fat Girl“-Rollen gesucht, die sie verachtete.
Jahrelang pendelte sie zwischen Broadway-Shows hin und her. Kein Gesang. Nur Witze. Nur die Pointe sein. Es war eine Qual. Eine lange, demütigende Auseinandersetzung.
Dann kam das Jahr 1930.
Ein Mann namens Ted Collins trat in ihr Leben. Er war leitender Angestellter bei Columbia Records. Er sah über die Typografie hinweg. Er sah die Stimme.
Collins wurde ihr Manager. Er leitete ihre Karriere durch den Aufstieg des Radios. Er blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1964 an ihrer Seite.
Smith wurde als „First Lady des Radios“ bekannt. Es war nicht nur ein Titel. Es war ein Beweis für eine Stimme, die ein Wohnzimmer füllen konnte. Von den Bühnenlichtern des Broadway bis zu den Radiowellen Amerikas hat sie sich neu erfunden.
Aber das ist erst der Anfang.
Die Stimme einer Generation
Collins half Kate Smith nicht nur beim Aufbau von „Kate Smith Sings“ auf CBS von 1931 bis 1947. Sie trug auch dazu bei, dass es zu einer der beliebtesten Radiosendungen der 1930er und frühen 40er Jahre wurde. Bei ihrer allerersten Sendung wählte Smith ein Lied, für das sie mitgeholfen hatte, den Text zu schreiben: „When the Moon Comes over the Mountain“. Es war ihr Titelsong.
Aber das Lied, mit dem sie am engsten verbunden ist, ist nicht dieses. Es ist Irving Berlins „God Bless America “.
Sie stellte es am Tag des Waffenstillstands 1938 vor. Berlin übertrug ihr das Exklusivrecht, es für eine Zeit lang auf Sendung zu singen. Im selben Jahr fügte sie „Kate Smith Speaks“ zu ihrem Programm hinzu. Eine Radio-Talkshow tagsüber. In den 1940er Jahren nannten sie alle die „First Lady des Radios“.
„Das ist Kate Smith. Miss Smith ist Amerika.“
Franklin D. Roosevelt sagte das 1939 zu König Georg VI. von England. Er stellte sie vor.
Ihre Aufnahmen? Über 2.000. Neunzehn davon verkauften sich jeweils mehr als eine Million Mal.
Während des Zweiten Weltkriegs verkaufte sie mehr Kriegsanleihen als jeder andere. 600 Millionen Dollar wert. Außerdem unterhielt sie Truppen im ganzen Land mit ihrer Wandershow.
Jenseits der Funkwellen
Smith blieb bis 1954 im Tagesradio. Das Medium veränderte sich. Sie zog damit um.
Von 1950 bis 1954 moderierte sie „The Kate Smith Hour“ im Tagesfernsehen. Es war nicht nur eine Show. Von 1951 bis 1952 spielte sie außerdem die Hauptrolle in „The Kate Smith Evening Hour“ auf NBC. 1960 folgte dann die Hauptrolle in „The Kate Smith Show“ auf CBS.
Sie hörte nicht beim Senden auf. Ihr Konzertdebüt gab sie 1963 in der Carnegie Hall in New York City.
Das Schreiben war eine weitere Möglichkeit. Sie veröffentlichte zwei Bände Autobiografie. Living in a Great Big Way erschien 1938. Upon My Lips a Song folgte 1960. Dann gab es 1958 das Company’s Coming Cookbook. Nicht nur Geschichten. Auch praktische Dinge.
Die Anerkennung kam spät, aber sie war groß. 1982 wurde ihr die U.S. Medal of Freedom verliehen.
Sie war jahrzehntelang die Stimme Amerikas. Die Medaille war nur ein weiterer Stempel für ein Leben, das laut gelebt wurde. Die Radiowellen verblassten. Die Bildschirme haben sich geändert. Aber der Name blieb hängen.


















