Warum die steigenden Kosten von KI Wall-Street-Investoren abschrecken

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Es ist Gewinnsaison. Die Ergebnisse waren nicht das, was irgendjemand wollte. Google hat seine Investitionsprognose auf 205 Milliarden US-Dollar angehoben. Das ist ein steiler Anstieg gegenüber den 190 Milliarden US-Dollar, die sie im letzten Quartal prognostiziert hatten. Selbst die Untergrenze von 195 Milliarden US-Dollar sprengt die bisherige „Worst-Case“-Obergrenze.

Investoren hassen Unsicherheit. Und Google hat dem Markt gerade mitgeteilt, dass es seine eigenen Kosten nicht genau vorhersagen kann.

Es besteht ein natürlicher Drang, dies abzutun. Zu sagen: „Was sind 15 Milliarden US-Dollar für ein Unternehmen dieser Größe?“ Es spielt keine Rolle. Wenn ein Technologieriese mehr ausgibt als er einnimmt, bricht das Geschäftsmodell zusammen. Sie schütten Bargeld in ein Loch. Und im Moment ist der KI-Ausbau dieses Loch.

Googles Kaufrausch und die Preisfalle

Google ist mit dieser Panik nicht allein. Das gesamte KI-Ökosystem spürt die Belastung.

Betrachten Sie die grundlegende Mathematik. Wenn Sie mehr ausgeben, um etwas zu produzieren, aber die Preise nicht erhöhen können, verschwinden Ihre Margen. Der KI-Markt ist hart umkämpft. Unternehmen stehen unter dem Druck, die Modellkosten niedrig zu halten, um Nutzer zu binden. Google steckt also in der Klemme. Milliarden für die Infrastruktur ausgeben und gleichzeitig in einem Preiskampfumfeld um Marktanteile kämpfen. Es ist nicht nachhaltig.

Dies ist der Kern der Erzählung, warum KI-Ausgaben die Anleger beunruhigen. Es geht nicht mehr nur um Wachstum. Es geht um Zahlungsfähigkeit. Meta, Amazon und Microsoft berichten später in dieser Woche. Marktbeobachter erwarten, dass sie ähnliche Ausgabenüberschreitungen für Rechenzentren aufdecken werden. Das Geld verbrennt schneller, als die Einnahmen eingehen.

Warnzeichen im breiteren Markt

Wenn Google der Kanarienvogel ist, sind andere Aktien der Käfig, der klappert.

SpaceX-Aktien sind im Minus. Ganz unten. Sie sind fast halb so viel wert wie auf ihrem Höhepunkt. Investoren erkennen, dass selbst die coolsten und ehrgeizigsten Unternehmungen eine Preisobergrenze haben. Dann gibt es noch Oracle. Der schuldenfinanzierte Ausbau des Rechenzentrums sorgt für Besorgnis. Warum? Weil Oracle auf öffentlichen Märkten als Proxy für OpenAI fungiert. Wenn Oracle stolpert, sieht die OpenAI-Geschichte wackelig aus.

Und Nvidia? Der König der KI-Chips führt Vertragsverhandlungen im Wert von 750 Milliarden US-Dollar. Dies sollte nicht nur nach Wachstum aussehen. Es sollte wie Verzweiflung aussehen.

„Eine Erinnerung an die Finanzierungsengpässe beim KI-Ausbau.“ — Billy Leung, Global X

Wenn ein Chiphersteller Hunderte Milliarden Schulden für seine Kunden bürgen muss, ist die Nachfrage nicht so, wie sie scheint. Nvidia pumpt Geld, um das Licht am Laufen zu halten. Dies deutet darauf hin, dass der tatsächliche Nutzen dieser Modelle schwächer ist als der Hype. Es handelt sich um eine zirkuläre Finanzierung. Geld bewegt sich in Schleifen, um so zu tun, als würde Wert geschaffen.

Die chinesische Wildcard

Die Nervosität steigt, wenn neue Spieler auftauchen. Ein chinesisches Startup hat kürzlich ein neues KI-Modell veröffentlicht. Das macht dem Silicon Valley Angst.

Warum? Weil chinesische Unternehmen angeblich keinen Zugang zu den High-End-GPUs haben, die US-Firmen horten. Dennoch bauen sie wettbewerbsfähige Systeme auf. Wenn sie es billiger machen, bricht Nvidias Monopol auf den Cashflow.

Dies führt zu einer dunkleren Frage. Bauen wir zu viele Rechenzentren? Wenn chinesische KI mit weniger Ressourcen konkurrieren kann, könnten die massiven Infrastruktur-Wetten der US-Giganten obsolet sein. Überbau ist real. Und wenn die Korrektur kommt, wird die Verschwendung astronomisch sein.

Wer überlebt die Marktbereinigung?

Ich spreche jeden Tag mit Optimisten. Kluge Leute. Leute, die sagen: „Ja, wir werden überbauen. Ja, viele Unternehmen werden sterben. Aber die Überlebenden werden dich reich machen.“

Es ist ein Glücksspiel. Sie setzen auf Konsolidierung. Sie wissen, dass die Marktspitze unvermeidlich ist. Sie hoffen nur, dass sie vor dem Absturz rauskommen können. Elon Musk ist kürzlich mit SpaceX an die Börse gegangen. Pass auf ihn auf. Er weiß, wann die Party zu Ende ist.

Die Wall Street verschiebt Geld aus dem Lärm in ruhigere Häfen. Die KI-Booster beobachten aufmerksam und warten auf das Signal.

Werden die nächsten Ergebnisberichte die Nerven beruhigen? Vielleicht. Microsoft oder Amazon könnten einen Weg zur Profitabilität aufzeigen. Die Angst könnte nachlassen. Oder vielleicht wird die Rechnung für die Technologie des nächsten Jahrzehnts endlich fällig.

Die Musik wird langsamer. Einige Leute tanzen immer noch. Aber der Boden wird klebrig.